top of page

Kartoffel-Mohn-Nudeln mit Nussbutter & Apfelragout

Aktualisiert: 2. Juni 2023

Darf's heute mal etwas Süßes sein? Passend zu den schönen Mohnblumen auf den Feldern zeige ich euch heute ein ganz besonderes Gericht, das allerdings im schlichten Gewand daherkommt: Meine Kartoffel-Mohn-Nudeln mit Nussbutter & Apfelragout. Dieser Nachtisch ist ein Fest für die Sinne!


Im späten Frühling und Sommer, wenn die Mohnblumen auf den Wiesen und Feldern stehen, denke ich sehr schnell an alles, was Mohn enthält. Wenn es euch auch so geht, hab ich genau das Richtige für euch. Egal ob als Hauptmahlzeit oder als Dessert: Meine Kartoffel-Mohn-Nudeln sind einfach der Knaller!


Den Apfel kombiniere ich gerne in Ragout-Form dazu, weil es einfach ein absolute Klassiker ist. Das Beste ist ja aber: Dieses Gericht ist richtig wandelbar! Tauscht man zum Beispiel den Apfel mit frischen Erdbeeren im Sommer, so ist das Gericht schnell hochsommerlich. Und im späten Herbst schmecken dann Zwetschgen ganz köstlich dazu. Heute habe ich aber erstmal die Apfel-Variante für euch. Denn wenn ihr die Basics erstmal wisst, sind eurer Fantasie ja – wie immer – keine Grenzen gesetzt!


Beim Zubereiten von veganen Süßspeisen gibt es ein Hindernis, auf das Viele anfangs stoßen: "Wie backe ich ohne Hühnerei?" Dafür gibt es tatsächlich sehr viele Möglichkeiten! In der veganen Küche greifen wir zum Beispiel auf Ölteige, Apfelmus oder Chiasamen zurück. Heute zeige ich euch eine meiner liebsten Varianten, wenn es um Teig geht: Das "Lein-Ei" – ein Gemisch aus Leinmehl und Wasser. Dieses bereiten wir schon am Anfang unseres Kochprozesses zu, damit es ein wenig anquillen kann, bevor wir es später dann im Teig als Kleber brauchen.


Wenn ihr eigene Obstvariationen getestet habt, die ihr empfehlen möchtet, dann schreibt mir doch gerne einen Kommentar unten in der Kommentarleiste oder bei Instagram. Ich freu mich schon auf eure Kreationen!


Und nun wünsche ich euch von Herzen viel Freude mit dem Rezept!



ZUTATEN:

Für 4 Portionen

Zubereitungszeit: 60 Minuten

Ruhezeit: 30 Minuten

Für die Kartoffel-Mohn-Nudeln: 500 g mehlige Lagerkartoffeln

10 g helles Leinmehl

50 g gemahlener Mohn

50 g Rohrohrzucker

250 g Dinkelmehl (Type 630)

20 g Lupinenmehl

1 EL Agavendicksaft

1⁄2 TL Salz

Für die Nussbutter: 100 g pflanzliche Butter

20 g gemahlene Mandeln

Salz

Für das Apfelragout: 3 Äpfel, geschält und gewürfelt

1 EL Olivenöl

1 TL Rohrohrzucker

40 ml Birnensaft

5 Tropfen Orangenblütenwasser

1 Prise schwarzer Pfeffer aus der Mühle


  1. Für die Kartoffel-Mohn-Nudeln die Kartoffeln mit Schale etwa 25 Minuten gar kochen. Das Leinmehl mit 100 ml Wasser verquirlen. Den gemahlenen Mohn mit dem Rohrohrzucker mischen.

  2. Für die Nussbutter die vegane Butter in einer Pfanne schmelzen und die gemahlenen Mandeln darin 2 Minuten sanft braten. Mit wenig Salz würzen, dann warm halten.

  3. Die gar gekochten Kartoffeln kurz unter kaltem Wasser abschrecken, pellen und durch die Kartoffelpresse drücken. Die Masse kurz ausdampfen lassen, dann das Dinkel- und das Lupinenmehl, den Agavendicksaft, etwas Salz sowie die Leinmehlmischung ("Lein-Ei") unterrühren und alles gründlich zu einem recht klebrigen Teig verkneten. Den Teig in einer Schüssel mit Frischhaltefolie abdecken und 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

  4. Für das Apfelragout in einem Topf das Olivenöl erhitzen und darin den Rohrohrzucker karamellisieren. Sobald der Rohrohrzucker leicht braun ist, sofort mit dem Birnensaft ablöschen, Orangenblütenwasser und Pfeffer dazugeben und die Mischung auf die Hälfte einkochen lassen.

  5. Die Apfelwürfel dazugeben, alles durchmischen und einmal stark aufkochen. Den Topfdeckel auflegen, den Topf vom Herd nehmen und das Ragout ziehen lassen.

  6. Auf einem Brett den Kartoffelteig großzügig mit Mehl bestauben und vierteln. Aus jedem Teigstück eine fingerdicke Rolle formen. Wenn der Teig zu sehr klebt, mehr Mehl dazugeben.

  7. Die Rollen in 4 cm lange Stücke schneiden und diese einzeln in der Hand zu Nudeln mit dickerer Mitte und dünnen Enden rollen. Die Nudeln mit ausreichend Abstand auf einem bemehlten Holzbrett sammeln.

  8. Einen Topf mit leicht gesalzenem Wasser und Dämpfeinsatz vorbereiten. Den Dämpfeinsatz mit neutralem Speiseöl einölen oder ein Blatt Backpapier auf die Topfgröße zuschneiden und mit einem Zahnstocher viele kleine Löcher hineinstechen, damit die Nudeln beim Dämpfen nicht anbacken.

  9. Die Nudeln 12–14 Minuten bei geschlossenem Topfdeckel dämpfen. Anschließend in der Pfanne kurz in Nussbutter anrösten.

  10. Die Nudeln mit dem Ragout anrichten und großzügig mit der Rohrohrzucker-Mohn-Mischung bestreuen.

Variationsmöglichkeiten:

Die Nudeln kann man auch in einer Pfanne in etwas Bratöl anrösten, dann mit Vanillesauce beträufeln und mit frisch gehobelten Schokoraspeln bestreuen. Und je nach Jahreszeit kann natürlich das Apfelragout auch gegen anderes Obstragout getauscht werden!

Sebastians Tipp:

Wer häufiger Lebensmittel dämpft, sollte eine Dauerbackfolie auf die passende Größe zuschneiden und mit einem Papierlocher gleichmäßig lochen – ein Hilfsmittel, das prima funktioniert und nur einmal Arbeit macht.


 

Dieses Rezept stammt aus meinem Kochbuch "Die vegane Kochschule", was ich weiterhin als Standardwerk der veganen Küche beschreibe. Von Grundlagen über Warenkunde und Küchenpraktiken – alles ist dabei. Wenn euch das Buch interessiert, könnt ihr euch hier gerne genauer informieren.









 

Weitere leckere Nachspeisen findet ihr auch auf meinem Youtube-Kanal!

Gesundes Tiramisu:


Unschlagbar guter French Toast:


637 Ansichten1 Kommentar

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

1 Comment


Unknown member
May 31, 2023

Hallo Sebastian, das Rezept klingt richtig lecker 🤤 braucht man zwingend Lupinenmehl, ist durch welches andere Mehl könnte man dies ersetzen?

Like
bottom of page