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Vegane Frikadellen – klassisch & Cevapcici-Style

24. Sept.
4 Min. Lesezeit

Diese veganen Frikadellen gehören für mich zu den Rezepten, bei denen man am besten gleich ein bisschen mehr macht. Sie lassen sich wunderbar vorbereiten, schmecken warm genauso gut wie kalt und sind perfekt für eine schnelle Brotzeit mit einer Semmel und etwas Senf.

Die Basis besteht aus einer Mischung aus Räuchertofu und Naturtofu. Dazu kommen Zwiebeln, Kartoffel, trockenes Brot und ein paar einfache Gewürze. Die Kartoffel sorgt dabei zusammen mit dem Brot und etwas Mehl bzw. Stärke für die nötige Bindung, während der Tofu für Struktur und Biss sorgt.

Aus einer Grundmasse entstehen anschließend zwei Varianten: einmal ganz klassisch mit Majoran und Senf und einmal kräftiger gewürzt im Cevapcici-Style mit Paprika, Knoblauch und Thymian.

Das Schöne daran: Die Grundmasse lässt sich ganz einfach nach eurem Geschmack abwandeln. Probiert ruhig unterschiedliche Gewürze oder Gemüse aus und macht das Rezept zu eurem eigenen.



Rezept

Zubereitungszeit ca. 45 Minuten Portionen je nach Größe etwa 12–16 Pflanzerl


Zutaten

Für die Basis

  • 300 g Bio-Räuchertofu

  • 300 g Bio-Tofu Natur

  • 20 g vegane Butter für den Tofu

  • 20 g vegane Butter für die Zwiebeln

  • 30 g vegane Butter zum Ausbraten

  • 3–4 EL Sojasauce

  • 4 EL Rote-Bete-Saft

  • 2 Zwiebeln, fein gewürfelt

  • 2 Brötchen (ca. 140 g), in Scheiben geschnitten, alternativ ca. 50 g trockenes Knödelbrot

  • 80 ml Sojadrink

  • 2 EL Mehl oder 1 EL Kartoffelstärke

  • 200 g Kartoffeln, geschält und fein gerieben

  • 3 TL mittelscharfer Senf

  • Salz

  • frisch gemahlener Pfeffer


Für die Cevapcici-Style-Variante

  • 3 TL getrockneter Majoran


Für die Cevapcici-Style-Variante

  • 1 TL Paprika, scharf

  • 1 TL Paprika, geräuchert

  • 1 TL Thymian

  • 2 Knoblauchzehen

  • 1 Paprika, fein gewürfelt

  • zusätzlich etwas Mehl oder Kartoffelstärke nach Bedarf

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Zubereitung:

  1. Räuchertofu und Naturtofu fein zerbröseln. Ihr könnt den Tofu mit den Händen zerkrümeln oder ihn grob raspeln. Je feiner die Masse später wird, desto besser hält sie zusammen.


  2. Eine beschichtete Pfanne zunächst gut erhitzen. Den Tofu hineingeben und anschließend die vegane Butter dazugeben. Den Tofu unter Rühren schön anrösten, sodass er etwas Farbe bekommt und Röstaromen entwickelt.

    Anschließend mit der Sojasauce und dem Rote-Bete-Saft ablöschen und alles gut miteinander vermischen. Der Rote-Bete-Saft sorgt dabei nicht nur für etwas Farbe, sondern bringt auch zusätzliche Flüssigkeit in die Masse.


  3. Während der Tofu röstet, die Zwiebeln in der restlichen veganen Butter glasig anschwitzen. Sojadrink dazugeben und kurz erwärmen. Mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer würzen. Die warme Zwiebel-Sojadrink-Mischung anschließend beiseitestellen.

  4. Die Kartoffeln sehr fein reiben. Anschließend die geriebene Kartoffel in ein sauberes, geruchsneutrales Küchentuch geben und möglichst viel Flüssigkeit herausdrücken.

    Das ist wichtig, denn die Kartoffel soll später für Bindung und einen schönen Biss sorgen, gleichzeitig darf die Masse aber nicht zu feucht werden.


  5. Den gerösteten Tofu, das trockene Brot bzw. Knödelbrot, die warme Zwiebel-Sojadrink-Mischung und die geriebene Kartoffel in eine große Schüssel geben.

    Senf, Mehl bzw. Kartoffelstärke und bei der klassischen Variante den Majoran dazugeben. Alles gründlich miteinander vermengen und anschließend am besten noch einmal kurz in einem Zerkleinerer oder Food Processor mixen. Dabei nicht zu fein pürieren – die Masse soll verbunden sein, aber weiterhin Struktur und Biss behalten. Mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken.


  6. Jetzt kommt der wichtige Teil: Die Masse sollte sich gut formen lassen und zusammenhalten. Ist sie noch zu weich oder bricht beim Formen leicht auseinander, einfach noch etwas Mehl oder Kartoffelstärke dazugeben. Am besten zunächst ein kleines Testpflanzerl formen und in der Pfanne ausbraten. So seht ihr sofort, ob die Bindung passt.

Klassische Fleischpflanzerl Für die klassische Variante die Grundmasse mit dem Majoran abschmecken.

Mit leicht angefeuchteten Händen kleine Pflanzerl formen. Dabei die Masse gut zusammendrücken und möglichst wenig Luft einschließen. Wenn ihr Zeit habt, könnt ihr die Masse vor dem Formen noch etwa 15 Minuten ruhen lassen. Dadurch lässt sie sich meist noch etwas besser verarbeiten.


Klassische Fleischpflanzerl formen

Für die zweite Variante die restliche Grundmasse mit fein gewürfelter Paprika, scharfem und geräuchertem Paprikapulver, Thymian und fein geriebenem Knoblauch vermengen.

Da die Paprika zusätzliche Feuchtigkeit mitbringt, kann es sein, dass hier etwas mehr Stärke oder Mehl notwendig ist.

Die Masse anschließend entweder zu kleinen Pflanzerln formen oder länglich wie Cevapcici gestalten.


  1. Die restliche vegane Butter in einer Pfanne erhitzen und die Pflanzerl darin bei mittlerer bis etwas höherer Hitze goldbraun ausbraten. Nicht zu viele auf einmal in die Pfanne geben, damit sie schön braten und nicht anfangen zu dämpfen. Die Pflanzerl brauchen auf jeder Seite etwa 2–3 Minuten. Sie sollten rundum schön gebräunt sein und auch in der Mitte vollständig durchgegart werden. Gerade bei der veganen Variante lohnt es sich, ihnen etwas Zeit zu geben. Die Kartoffel und die Stärke brauchen die Hitze, damit die Pflanzerl ihre endgültige Struktur bekommen.


  2. Direkt aus der Pfanne sind die Pflanzerl noch relativ weich. Gerade durch die Stärke werden sie beim Abkühlen fester und bekommen ihren schönen Biss. Deshalb am besten etwa 10 Minuten ruhen lassen, bevor ihr sie serviert. Noch besser werden sie, wenn ihr sie komplett auskühlen lasst und später wieder aufwärmt. Auch kalt direkt aus dem Kühlschrank schmecken sie richtig gut.


Tipps:

  • Je feiner die Tofu-Masse verarbeitet wird, desto besser hält sie zusammen. Sie sollte aber nicht zu einer komplett glatten Paste werden.

  • Die benötigte Menge an Mehl oder Stärke kann je nach Feuchtigkeit des Tofus, der Kartoffel und des Brotes etwas variieren.

  • Wenn ihr unsicher seid, einfach zuerst eines probeweise ausbraten. Zerfällt es, noch etwas Stärke oder Mehl unterarbeiten.

  • Die Pflanzerl lassen sich sehr gut vorbereiten und schmecken auch am nächsten Tag noch hervorragend.

  • Wer möchte, kann die geformten Pflanzerl vor dem Braten zusätzlich in Semmelbröseln wenden.

  • Bei größeren Mengen könnt ihr die Pflanzerl auch im Ofen zubereiten. Das ist besonders praktisch, wenn ihr gleich eine größere Portion macht.

  • Die Grundmasse funktioniert auch mit anderen Gewürzmischungen. Orientiert euch zum Beispiel in Richtung orientalisch, Curry oder Kräuter.

  • Auch fein geriebene Karotte, Brokkoli, Blumenkohl oder anderes Gemüse kann in die Masse gegeben werden. Achtet dann lediglich darauf, die zusätzliche Feuchtigkeit mit etwas mehr Stärke auszugleichen.

  • Am liebsten einfach in einer Semmel mit ordentlich Senf. Aber auch zu Kartoffelsalat oder als Teil einer Brotzeit passen die Pflanzerl wunderbar.


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